Halte Einheiten bewusst kurz, oft zwischen dreißig Sekunden und zwei Minuten, und beende sie vor dem ersten Stressanstieg. So lernt dein Hund, dass Anzeichen von Distanz keine Bedrohung sind. Plane mehrere Mikro-Durchgänge über den Tag, mische längere Pausen dazwischen und steigere nur, wenn die Körpersprache gelöst bleibt. Ein metronomartiger Rhythmus aus Ruhe, kurzer Übung, Rückkehr und freundlicher Normalität wirkt beruhigend und schafft verlässliche Vorhersagbarkeit.
Ein definierter Startpunkt, etwa das Platzieren auf einer Matte mit einem sanften Signalwort, erleichtert Orientierung. Ein ebenso konsistentes Endsignal beendet die Übung, gefolgt von einer ruhigen, kurzen Belohnung. Diese Rahmung hilft, Erwartung zu entwirren: Dein Hund weiß, wann etwas beginnt und wann es vorbei ist. Rituale bieten Halt, reduzieren Frust und verhindern, dass zufällige Geräusche oder Bewegungen falsche Alarme auslösen und unsicher machen.
Der Fokus liegt auf Vorzeichen: Jacke anziehen, Schlüssel in die Hand nehmen, zur Tür gehen, kurz zurückkehren. Jede Sequenz bleibt so einfach, dass die Körpersprache weich bleibt. Ein, zwei Atemzüge vor der Rückkehr reichen. Streue Variationen ein, etwa nur den Griff berühren. Markiere ruhige Momente leise, dann Pause. Ziel ist Entdramatisierung der Auslöser, nicht Distanzdauer. Wenn dein Hund zwinkert, sich streckt oder weich atmet, weißt du, dass ihr richtig dosiert.
Jetzt kommen echte, sehr kurze Abwesenheiten: Türe schließen, drei bis zehn Sekunden warten, ruhig zurückkehren. Setze unregelmäßige Zeitfenster ein, aber bleibe unterhalb jedes Anzeichens von Anspannung. Mische Kontextwechsel, etwa andere Schuhe oder eine Tasche. Baue Zwischenpausen auf der Matte ein, damit Erregung abfließt. Wenn es wackelt, reduziere Reize statt tapfer zu verlängern. Sicherheit gewinnt vor Dauer, denn stabile Gelassenheit trägt weiter als jeder heroische Sprung.
Die Abwesenheiten werden etwas flexibler, jedoch weiterhin ruhig und gut vorbereitet. Du übst zu unterschiedlichen Tageszeiten, mit leichten Geräuschschwankungen und kurzen Besorgungen an der Haustür. Beobachte weiterhin genau und kehre rechtzeitig zurück, bevor Nervosität entsteht. Bestehende Rituale bleiben, aber du führst gelegentlich minimale Abweichungen ein, damit Gelassenheit nicht vom exakt gleichen Ablauf abhängt. Ziel ist Robustheit: dein Gehen verliert Bedeutung, dein Kommen wirkt normal.